GALERIEN

Galerie 1: Gedenkstätte Lidice

Galerie 2: Theresienstadt - Terezin

Extra-Galerie: Frantisek Bass

Galerie 3: Goldenes Prag

Galerie 4: Busbilder

Galerie 5: im Hotel

Galerie 6: Bilder-Mix

Galerie 7: outtakes (nur mit PW)

Lidice

ein Ort in Tschechien, den es seit Juni 1942 nicht mehr gibt

172 mänliche Bewohner über 15 Jahre wurden erschossen

195 Frauen wurden ins KZ Ravensbrück verschleppt - 52 Frauen wurden dort ermordet

nur wenige kehrten nach Lidice zurück

die 98 Kinder wurden verschleppt zur "Germanisierung", wurden vergast ...

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Erneut war es Bus-Fahrerin Elke, die zuverlässig mit "Reiners Reisekutsche" die Jugendlichen aus dem LDS auf nach Tschechien und zurück brachte. Sie tat es schon auf anderen Gedenkstättenfahrten.

Fast alle Mädchen und Jungen waren bereits im Vorjahr auf Tour nach Dachau und München unterwegs, wo sie die Geschichte von den Anfängen des Faschismus (München als "Stadt der Bewegung") bis zum 1. KZ in Deutschland in Dachau aber auch als Ort des Widerstandes (Georg Elser, Geschwister Scholl ...) kennen lernten.

Die Teilnehmer des Stadtjugendringes KWh, der katholischen Jugend (profete), der Sportjugend und der Jungen Humanisten aus dem LDS kamen am Nachmittag des 14.10.2016 gut in Prag an.

Nachdem das wunderbare Hotel Waldstein bezogen und dort ein tolles Abendessen eingenommen worden war, ging es auf die erste Stadttour.

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Dienstag stand der Besuch Lidice's auf dem Programm. Dieses Dorf und seine Bewohner erlitten nach dem Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich 1942 die Rache der SS und ihrer Helfershelfer.

Die 172 männlichen Bewohner über 15 Jahre wurden erschossen, die Kinder und Frauen verschleppt und überwiegend umgebracht. Das Dorf wurde dem Erdboden gleich gemacht.

Den Autor dieses Textes, der mehrfach Lidice mit Jugendlichen besuchte, hatte es erneut "weggerissen", als die Teilnehmer am Denkmal für die Lidicer Kinder defacto den Kindern gegenüberstanden...

Es blühen immer noch die Rosen im "Garten des Friedens und der Freundschaft".

Am nächsten Tag im ehemaligen Kinderheim des Gettos in Terezin macht das Rosengedicht des dreizehnjährigen Frantisek Bass betroffen (siehe Galerie Bass).

In den abendlichen Feedback-Runden wird das Unfassbare thematisiert.

 

Terezin, die große Lüge der Nazis, mit der kleinen und der großen Festung war für viele Menschen zwischen 1941 und 1945 der Ort ihres Lebensendes oder Ausgangspunkt in die Vernichtungslager.

Nur wenige überlebten das "Paradies der Juden" - zynisch formulierten die Nazis: "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" und produzierten darüber sogar einen Film...

Fast die gesamte jüdische Bevölkerung des Protektorates Böhmen und Mähren wurde im Getto Theresienstadt (Terezin) interniert und von dort zumeist ins Vernichtungs-KZ nach Auschwitz zur Vergasung deportiert.

Von den ehemals im Protektorat lebenden 82.000 Juden überlebten nur rund 11.200.

Darüber erfuhren die Teilnehmer auch am Donnerstag während einer Stadtführung. Diese startete auf dem Hradschin, mit Veitsdom und heutigem Regierungssitz der tschechischen Regierung.

Dort kamen sowohl die "Fensterstütze zu Prag", die Zeit der faschistischen Herrschaft und der Staatsschatz zur Sprache.

Der Blick zum Lobkowitz-Palais, der deutschen Botschaft, wurde genutzt, um an die Wendezeit 1989 und dem dort vom damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher gesprochenen berühmten unvollendeten Satz zu erinnern:

 "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise..."

Über die Karlsbrücke, dem Altstädter Ring mit Erläuterung einiger der zahlreichen Sehenswürdigkeiten ging es zum Kafka-Denkmal im ehemaligen jüdischen Viertel.

Hier kam die Frage auf, warum jüdische Menschen immer wieder "Zielscheibe" für andere Menschengruppen wurden und werden - niemand fand darauf schlüssige Antworten...

Die Begleiter der Jugendlichen vom Stadtjugendring, Thomas, Annelie, Basti und Sassi, von der Sportjugend, Daniel, Jenn und Conny und von den Humanisten Tina und Günter werteten die Fahrt als großen Erfolg und diskutierten viele neue Ideen zur Weiterentwicklung der Gedenkstätten-Trilogie Dachau-Terezin-Auschwitz.

Jetzt steht vor den Organisationen die Auswertung der Fahrt (auch für die nicht dabeigewesenen Jugendlichen) und die Vorbereitung der Fahrt nach Auschwitz im nächsten Jahr an.

Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit beginnen meist mit den Worten:

"Ich hab ja nichts gegen DIE. Aber..." und ist nichts anderes als Menschenfeindlichkeit.

© GKD – 2016 10 30

// Gedenkstättenfahrt Lidice/Terezin/Prag
24.-28.10.2016 - SJR KWh, Sportjugend LDS, JuHus LDS, kath. Jugend

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Terezin

die große und kleine Festung

Vorhof zur Hölle

Ort großer faschistischer Lügen,

die damals von den Getto-Kindern sehr schnell durchschaut wurden ...

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Prag

die "goldene Stadt"

Stadt mit großer Geschichte 

- auch "dunkler deutscher Geschichte" -

von Kaiser Karl IV. und Wenzel bis

Rabbi Loew, Jüdisches Viertel und

faschistischer Judenvernichtung,

vom Prager Frühling bis Genscher 1989

in der deutschen Botschaft ...